Wskazówka:
Tekst 1. 

Journalist: Bei uns im Studio ist die österreichische Autorin Maria Kapeller, die in ihrem Buch „Lovely Planet“ Reisegewohnheiten kritisch betrachtet. Frau Kapeller, was bedeutet das Reisen für Sie persönlich? 
Maria Kapeller: Als ich jünger war, bedeutete Reisen für mich, interessanten Menschen zu begegnen, die eigene Komfortzone zu verlassen und dabei sehr viel über mich selbst zu lernen. Ich wollte etwas erleben und war neugierig auf die Welt. Teilweise ist das heute noch so. Jetzt reise ich aber seltener, bewusster, langsamer und ein Stück weit mehr, um mich zu erholen und abzuschalten, als um etwas Aufregendes zu erleben. 
Journalist: Ihrer Ansicht nach sollten wir auf Reisen Dankbarkeit empfinden. Warum eigentlich? 
Maria Kapeller: Viele Menschen halten das Unterwegssein für ziemlich selbstverständlich. Ich meine aber, dass Reisen ein großes Privileg ist. Die meisten Menschen haben weder genügend Urlaubstage noch genug Geld, um auf Reisen zu gehen. Zahlreiche Studien bestätigen, dass etwa 80 Prozent der Menschen weltweit noch nie geflogen sind. Weil sie es sich einfach nicht leisten können! Wenn wir uns das bewusst machen, sollten wir automatisch dafür dankbar sein, dass wir reisen können. 
Journalist: Inwieweit beeinflussen die sozialen Medien unser Reiseverhalten? 
Maria Kapeller: Die sozialen Medien sind eine perfekte Plattform dafür, sich selbst als echte Globetrotter darzustellen. Viele Menschen glauben, dass sie dadurch einen höheren sozialen Status erlangen. Man hat den Eindruck, dass viele Reisende sich ein Reiseziel aussuchen, weil es gut auf Fotos aussieht. Ich bin überzeugt, dass Facebook und Instagram die Wahl des Urlaubszieles beeinflussen, indem Menschen zu bestimmten Zielen angeregt werden. Wenn die Nutzer auf diesen Plattformen Reisefotos sehen, die von ihren Bekannten oder bekannten Influencern geteilt werden, wollen sie dieselben Orte besuchen.
Na podstawie: www.personalitymag.com

Tekst 2. 
Emma Schulze: Kulturprojekte Berlin, Emma Schulze, guten Tag. 
Steffen Meyer: Guten Tag, Steffen Meyer hier. Ich rufe wegen der Jugendkulturkarte an, die in Berlin eingeführt wurde. Ich möchte gerne wissen, was das eigentlich ist. 
Emma Schulze: Na klar. Also, die Jugendkulturkarte ist ein Angebot des Berliner Kultursenats und der Gesellschaft Kulturprojekte Berlin, das sich an junge Berlinerinnen und Berliner richtet. Es ist ein Kulturgutschein im Wert von 50 Euro, der 18- bis 23-Jährigen zur Verfügung steht. Um in den Besitz der Jugendkulturkarte zu kommen, muss man in Berlin gemeldet sein, zumindest solange die Aktion läuft, das heißt von Anfang Mai bis Ende September. Am 30. September ist die Aktion dann zu Ende.
Steffen Meyer: O. K. Und was muss ich tun, um die Karte zu bekommen? 
Emma Schulze: Für die Jugendkulturkarte können Sie sich auf der Website www.jugendkulturkarte.berlin über ein Online-Formular anmelden. Wir benötigen unbedingt den Scan von Ihrem Personalausweis. Außerdem müssen Sie uns für die Karte ein Foto von sich hochladen. Sie dürfen aber nicht vergessen, im Formular zu bestätigen, dass Sie der Datenverarbeitung zustimmen. Einen zusätzlichen Nachweis Ihres Wohnsitzes brauchen wir nicht. In Deutschland steht die Adresse ja in Ihrem Ausweis. Nach Abschluss der Formalitäten erhalten Sie einen personalisierten Code, mit dem Sie Ihre Karte in einer der 40 Berliner Bibliotheken abholen können. 
Steffen Meyer: Und wie funktioniert die Jugendkulturkarte? 
Emma Schulze: Die Jugendkulturkarte ermöglicht jungen Berlinern, im Aktionszeitraum viele verschiedene Veranstaltungen live vor Ort zu erleben. Mit dem 50-Euro-Gutschein können Sie direkt in 200 Berliner Kulturorten Tickets kaufen. Der Gutschein funktioniert leider nicht bei Online-Käufen. Sie können gerne auch andere Personen, z. B. Freunde, über Ihre Karte mitnehmen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass diese die ganze Veranstaltung zusammen mit Ihnen besuchen. Eine Weitergabe der Jugendkulturkarte an Dritte ist jedoch nicht erlaubt. Deshalb ist Ihre Karte auch personalisiert. 
Steffen Meyer: Ich habe noch eine letzte Frage: Müssen die Begleitpersonen auch in Berlin gemeldet sein? 
Emma Schulze: Herr Meyer, Sie können gerne jemanden mitnehmen, der nicht in Berlin wohnt. Für die Begleitpersonen gilt auch die Altersgrenze nicht. Eines sollten Sie aber beachten: Mit der Jugendkulturkarte können Sie nur Eintrittskarten bezahlen, aber keine Snacks. Zögern Sie nicht mit der Anmeldung für die Jugendkulturkarte! Unsere Aktion dauert nur bis Ende September. Viele Events warten auf Sie.
Na podstawie: www.jugendkulturkarte.berlin